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Anpreisung und Wahrheit

Immer wieder heißt es, dass man bei Verträgen auf das Kleingedruckte achten soll. Diese Regel ist nun erweiterbar, da sich hinter vielen Verpackungen etwas anderes verbirgt, als das, was vorne groß angekündigt wird. Es ist inzwischen sehr wichtig, die Zutatenliste auf der Rückseite jeder Verpackung genauer anzuschauen.
In sehr vielen Fällen ist nämlich nicht sehr viel von dem drin, was groß vorne auf der Verpackung steht. Als Beispiel sei da die Hühnersuppe von Tip (real) angegeben, die fast ohne Huhn auskommt. In dem Päckchen mit der großen Aufschrift Hühnersuppe mit Nudeln ist lediglich 0,1 Prozent Huhn enthalten. Die Hersteller lassen sich vollmundige Produktnamen einfallen, die vom Kunden auch gewünscht werden, liefern jedoch häufig nicht, was sie versprechen.
Da jedoch eine Zutatenliste auf der Rückseite die Zutaten auflistet, ist dies erlaubt.


(Stand: November 2012)

Für ältere Menschen noch schwieriger

Für ältere Menschen ist das nicht immer so einach möglich, da die Schrift meist wenig mehr als einen Milimeter groß ist. Dies will die EU ab September 2011 ändern und schreibt eine Mindestschriftgröße von 1,2 mm vor. Wer also kleine Schriften schlecht erkennt, darf ruhig die Lupe mit in den Supermarkt mitnehmen.

Irreführende Verpackungen gibt es praktisch überall. Dies kann die bereits erwähnte Hühnersupper sein, aber auch bei Joghurt wird mit Früchten sehr gespart. Und wer denkt, in einer milka Schokolade Erdbeer-Joghurt sei eben auch dieses drin, muß feststellen, dass der Erdbeeranteil bei gerade einmal 0,18 Przent liegt und der Joghurtpulveranteil bei 2,8 Prozent.
So ist man auch bei Markenartikeln nicht gefeit vor falschen Versprechungen.

Ein rechtliches Mittel hat der Verbraucher kaum. Natürlich kann man dies den Verbraucherzentralen melden, aber meist bewegen sich die Hersteller noch im grünen Bereich. Da hilft wirklich nur, die Zutatenliste zu studieren und im Zweifel, oder wenn man mit den Zutaten nicht einverstanden ist, ein anderes Produkt zu wählen.
Wenn dies Schule macht und viele Verbraucher vermehrt auf Zutaten achten, wird sich etwas ändern, sonst nicht.

(Stand: November 2012)