Grundlegendes
Sicherheit im Internet ist wichtig und nicht jeder kümmert sich ausreichend darum. Es gibt technische Möglichkeiten, mit denen Sie das Einkaufen im Internet sicherer machen können (zum Beispiel durch Kartenlesegeräte und nur bei Anbietern einkaufen, die dies unterstützen), aber auch einfach logische, die Sie beachten sollten.
In folgender Auflistung geht es um die Bezahlmöglichkeiten, die sich in 6 Kategorien unterteilen. Dabei kommt es auch drauf an, wie sehr Sie Ihrem Geschäftspartner trauen oder ihn kennen. Vor allem kleine Anbieter haben nicht die Kenntnis, sich möglicherweise sicherere Bezahlmöglichkeiten auf der Webseite zu integrieren. Der Aufwand und die Kosten rechnen sich einfach nicht. Seien Sie aber naturgemäß immer skeptisch, wenn Sie einen Anbieter nicht kennen und er zudem noch nicht lange auf dem Markt ist. Überprüfen Sie auch mögliche Siegel, mit denen für mehr Sicherheit geworben wird. Es gab schon gefälschte Siegel. Schauen Sie daher bei den Anbietern dieser Siegel direkt nach. Trusted Shops ist das bekannteste Siegel und mit einem Klick auf dieses Siegel gelangt man auf eine Bewertungsseite. Aber auch diese wurden schon gefälscht. Daher direkt vergewissern, ob das Siegel echt ist.
Mehr über die Sicherheit und Internetfallen können Sie auch hier lesen.
6 grundlegende Möglichkeiten im Internet zu zahlen
- 1. Die Kreditkarte
- 2. Lastschrift
- 3. Nachnahme
- 4. auf Rechnung
- 5. Vorkasse
- 6. über Treuhänder (z.B. paypal)
- 1. Kreditkarten gehören zu den Favoriten unter den Zahlungsmöglichkeiten, die im Internet verbreitet sind. Je nach Umfang der Karte, gibt es sogar einen besonderen Internetschutz (beispielsweise bei der Goldcard von Amex oder bei manchen Mastercards). Im Zweifel einfach beim Kartenanbieter nach Internetsicherheit fragen. Beim Bezahlen mit einer Kreditkarte, sollte man aber auf jeden Fall auf eine verschlüsselte Übertragung der Daten achten. Die Daten sind sonst anfällig für Hacker und können bei der Übertragung ausgelesen werden. Auch wenn man nur für einen Teil des Schadens gerade stehen muß (ab 1.10 2009 bis 150 Euro), ist das ärgerlich. Die Kontoauszüge sollte man ohnehin regelmäßig auf seine Richtigkeit hin prüfen. Im Fall eines Mißbrauches sofort eine Stornierung der Zahlung verlangen und den Fall klären. Die Kartenunternehmen sind in solchen Fällen darauf bedacht, die Sache schnell aufzuklären.
- 2. Wird über Lastschrift-Verfahren bezahlt bedeutet das, dass man eine Firma oder eine Person ermächtigt, Geld in bestimmter Höhe (den Rechnungsbetrag), vom Bankkonto abbuchen zu lassen. Der Kunde hat gesetzlich garantiert mindestens sechs Wochen lang Zeit und auch das Recht, bei seinem Geldinstitut, bzw der Bank, die die Lastschrift durchgeführt hat, die Abbuchung wieder zu stornieren (rückgängig machen).
- 3. Da ist der Kauf per Nachname relativ sicher, aber auch teuer. Hier wied die Ware erst dann gezahlt, wenn sie angeliefert worden ist. Natürlich gibt es auch hier ein paar Nachteile und Mißbrauchspotential: Da ist als erstes der Preis. Nachnahme kostet häufig mehr (Aufpreis) und die Nachnahmegebür muß der Kunde in der Regel selbt bezahlen. Ein weiteres Problem ist, daß der Kunde das Paket und somit den Artikel normalerweise erst nach Bezahlung beim Postboten ausgehändigt bekommt. Es kann somit passieren, dass er ein beschädigtes oder anderes Prokukt erhält. Betrüger sollen schon Pakete mit Steinen geschickt haben, um die Ware vorzutäuschen. Daher sollte man auf jeden Fall das Paket am besten noch im Beisein des Postboten öffnen. So kann dieser den Schaden bezeugen. Dies ist leider nicht immer möglich, da Postboten schnell weiter müssen. Ein von außen beschädigtes Paket sollte jedoch sofort beim Postboten reklamiert werden. Die Beschädigung wird dann schriftlich festgehalten oder das Paket sogar sofort geöffnet um zu schauen, ob die Ware in Ordnung ist. Manchmal macht ein Postbote auch ein Foto mit seiner Kamera, um einen Schaden zu dokumentieren. Das kann auch der Kunde machen.
- 4. Am sichersten ist immer noch die Bestellung per Rechnung. Diese liegt meist der Ware bei, oder auch mal separat per Brief. Die bestellten Artikel können in Ruhe ausgepackt und angeschaut werden, bevor sie bezahlt werden müssen. Auch eine Reklamation ist leichter, das der Preis erst gar nicht bezahlt wird, sondern der verminderte Betrag (wenn man z.B. einen Teil zurückgibt) wird bezahlt. Kein stornieren und kein Geld muß zurückgeholt werden. Es bieten jedoch nicht alle Online-Shops diese Zahlungsart an. Das ist auf einer Seite auch verständlich, da damit ein nicht unerhebliches finanzielles Risiko für den Onlineshop besteht. Zahlt ein Kunde nicht, muß der Versender schauen, wie er sein Geld bekommt. Dies ist für kleinere Shops einfach zu teuer (Inkasso).
- 5. Kleine Shops bevorzugen meist Vorkasse als Zahlungsoption. Manche machen das nur bei Erstkunden. Dafür wird in vielen Fällen aber auch ein Preisnachlaß eingeräumt. Auch beim größten Internetmarktplatz ebay wird in vielen Fällen nur per Vorkasse geschickt. Der Verkäufer ist hier auch über seine bisherigen Tätigkeiten bewertet worden und kann damit zumindest teilweise überprüft werden. Ein Verkäufer auf ebay, der über Jahre hinweg verkauft, fast nur positive Bewertungen hat und immer noch aktiv ist, kann schon als seriös eingestuft werden, da das Risiko nicht so hoch ist, dass er gerade jetzt plötzlich aufhört. Außerhalb ebays ist das eine Vertrauenssache. Wer den Verkäufer kennt (zB weil er im Nachbarort wohnt) kann per Vorkasse bezahlen. Ansonsten sollte zumindest einmal angerufen werden, um zu sehen, ob dieser Verkäufer auch wirklich erxistiert. Auch Jugendlich haben schon Shops eröffnet und erst durch einen Anruf haben die Eltern davon erfahren, was die Kinder so machen. Vorkasse bei unbekannten Verkäufern birgt immer ein Risiko.
- 6. Wer mehr Geld ausgibt, kann dies oft auch über einen Treuhänder machen. Dies ist aber mit zusätzlichen Gebühren verbunden. Viele Auktionshäuser bieten dies an und so ist auch der größte (paypal) eine Tochterfirma von ebay. Es wird dort die Möglichkeit geboten, bei Reklamationen oder wenn die Ware nicht ankommt, einen Streitfall aufzurufen, den Vorgang zu schildern und die Rückzahlung des Betrages anzufordern. Nach Überprüfung von Paypal wird dann je nach Sachlage entschieden. Kann der Verkäufer keinen Versandbeleg vorweisen, wird zu Gunsten des Kunden entschieden. Vor allem bei Bestellungen im Ausland, ist das Risiko damit deutlich vermindert. Bei anderen Zahlmethoden, außer per Rechnung hat der Kunde keine wirkliche Handhabe, sein Geld wieder zu bekommen, sollte etwas nicht in Ordnung sein. Für den Verkäufer fallen bei Bezahlung über paypal jedoch Gebühren an. Bei Bestellungen im Ausland ist jedoch trotzdem Vorsicht geboten, da eine spätere Reklamation dadurch nicht sicherer ist . Durch die relativ hohen Kosten bieten diese Möglichkeit nicht alle Shops an. Vor allem für kleinere Shops rechnet es sich nicht. Ein ähnliches Treuhandsystem bietet auch amazon an, einer der größten Anbieter im Internet. Dort hat man ein eigenes Treuhandverfahren. Wer dort bei einem Händler kauft, bezahlt trotzdem über amazon. Sollte etwas nicht in Ordnung sein, kümmert sich amazon darum und überweist in berechtigten Fällen auch das Geld wieder zurück (meist aufs Kreditkartenkonto, da überwiegend hierüber gezahlt wird). So können auch Schnäppchen im Ausland bei amazon gekauft werden, ohne dass ein erhöhtes Risiko entsteht. Allerdings sind hierbei die geltenden Einfurregeln zu beachten (dies gilt insbesondere bei indizierten Spielen). (Quelle: DoCooL.de)
Einfache Tipps:
- Wenn Sie ganz unsicher sind und einen Onlineshop nicht kennen, dann achten Sie auf das Zeichen "trusted Shops". Das Logo verweist auf die Anbieterseite mit einem gültigen Zertifikat. Am besten, Sie suchen direkt bei trusted shops nach dem Anbieter, dann fallen Sie auch nicht auf ein falsches Prüfzeichen herein.
Es wurden schon Seiten erstellt, die einer trusted shop Seite zum verwechseln ähnlich sahen. Damit wurden gute Einkäufe suggeriert, die nie stattgefunden haben. Wenn Sie also direkt auf die trusted shop Seite gehen, vermeiden Sie dieses Risiko.
- Wenn Sie eine Bestellung getätigt haben und es keine Möglichkeit gibt, den Warenkorg bzw die bestellten Waren als Auflistung auszudrucken, dann machen Sie einen Screenshot. Also speichern Sie die aktuelle Seite in der Ihre Bestellung zu sehen ist, damit Sie im Zweifel (z.B. wenn andere Artikel geliefert wurden und der Anbieter behauptet, dies sei so bestellt worden) nachweisen können, was Sie wirklich bestellt haben.
Ein Screenshot ist ganz leicht zu machen. Sehen Sie hier>>>

