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Gold in Barren

Geld verdienen mit Edelmetallen

Edelmetalle, allen voran Gold sind die älteste Anlageform der Welt. Früher war jede Währung mit Gold hinterlegt, damit das Vertrauen in die jeweilige Währung gestärkt wird. Man sollte meinen, wir haben diese Zeiten hinter uns, da zum einen schon lange kein Gold mehr bei den Leitwährungen hinterlegt wird und wir zum anderen in stabilen Finanzsystemen leben.
Allerdings haben uns die letzten Krisen gezeigt, dass auf Währungen nicht so viel Verlaß ist, wie wir bislang geglaubt haben. Das hat zu einem Comeback des Goldes geführt. War es über 20 Jahre lang nicht interessant für Privatleute (Sammler ausgenommen), so läuft es seit 10 Jahren besser und besser. Auch die Griechenlandkrise hat dazu beigetragen, dass sich so mancher überlegt, wie denn die ganzen angehäuften Schulden jemals bezahlt werden sollen. Dies ist ein komplexes Thema mit vielen Ansätzen, aber klar ist, dass die Inflation hierbei eine wichtige Rolle spielt. Über kurz oder lang kommen wir also an einer Geldentwertung nicht vorbei (sie hat längst begonnen). Ich möchte hier nicht wie ein Weltverschwörungstheorethiker klingen, aber es spricht schon vieles dafür, dass sich mit Gold & Co auch in Zukunft hohe Renditen erzielen lassen. Auch Milliardäre wie Microsoft-Gründer Bill Gates oder einer der erfolgreichsten Anleger aller Zeiten, Warren Buffet, haben schon lange erkannt, daß Edelmetalle Lanfristlanlagen sind und haben investiert. Es wird vermutet, dass ca. 3-5 % der Barvermögen in tatsächlichen (physischen) Edelmetallen angelegt sind. Das gibt Krisensicherheit.

Gold und Silber als Anlage für Notzeiten

Es ist bekannt, dass sich in wirtschaftlich unsicheren Zeiten vermehrt Anleger nach einem sicheren Hafen sehnen. Dies hat daher auch immer zu deutlichen Steigerungen dieser Edelmetalle geführt. Unter dem Strich sind Edelmetalle stärker am steigen, je greifbarer eine Krise ist. Bei einer Investition in Gold, Silber oder Platin, profitiert der Anleger demnach von der Talfahrt der Börsen und dem Sicherheitsbedürfnis der Menschen. Ein weiteres grundsätzliches Argument für Edelmetalle ist, dass im Gegensatz zu vielen Aktionären, die häufig nach dem Platzen von Aktienblasen zumindest einen Teil, wenn nicht gar einen Großteil ihres Vermögens verloren haben, so konnten Edelmetall-Besitzer in den letzen 10 Jahren gerade deswegen hohe Wertzuwächse verbuchen. Die Nachfrage steigt weiter und vor allem bei Gold übersteigt die Nachfrage das Angebot. Nichtsdestotrotz gibt es auch hier Kursausschläge und hin und wieder Rückgänge. Dies hat auch mit Spekulationen großer Investoren zu tun, mit Hamsterkäufen großer Länder, die Kaufkurse nutzen und sogar begünstigen (USA, China), aber auch mit der Nachfrage der Industrie.

Grob gerechnet liegt die Nachfrage pro Jahr (weltweit) bei rund 3.600 Tonnen, wobei die Nachfrage ständig steigt (wie beispielsweise bei Öl auch). Die weltweite Fördermenge von Gold beispielsweise liegt nur bei rund 2.700 Tonnen. Dadurch entseht ein Defizit an Gold, das von irgendwoher ausgeglichen werdenmuss. Normalerweise wird dies durch Verkäufe von Zentralbankbeständen ausgeglichen. Die Zentralbankbestände sind jedoch endlich und werden irgendwann einmal erschöpft sein. Gold wird so zwangläufig knapper. Auch eine Erhöhung von Fördermengen ist schwerh möglich, da Gold teilweise recht teuer zu gewinnen ist und nur durch den Preisanstieg Fördermöglichkeiten rentabel werden, die vorher nicht finanzierbar waren. Zur Deckung des Bedarfes an Gold ist daher ein Anstieg des Preises fast unausweichlich.




Die Märkte sind nicht transparent, es gibt aber zwischen den verschiedenen Anlageformen (Aktien, Renten, Edelmetalle oder auch Immobilien) starke Wechselwirkungen. Beim Anstieg einer Klasse zeigt sich oft ein Verlust einer andren. Wenn sich somit eine Anlageform als zu risikoreich oder nicht profitabel genug für den Anleger erweist, dann fließt das Kapital fast zwangsläufig in andere Anlageformen oder direkt an den Kapitalmarkt. Folglich nimmt die Nachfrage nach Edelmetallen bei sinkenden Börsen zu. Darin steckt auch das Sicherheitsbedürfnis der Anleger. D ie Preise für Gold, Platin, Silber und Kupfer steigen somit.

Die Korrelationen sind hier nur vereinfacht dargestellt, aber historisch betrachtet gibt es Aufschwung-Phasen und Abwärts-Phasen. Diese wechseln sich ca. alle 20-Jahre, wobei die Übergänge fließend seinkönnen. Wir haben nun also schon seit ca. 10 Jahren einen Aufwärtstrend, der, wenn die folgenden Phasen ähnlich verlaufen, noch rund 10 Jahre anhält. Klar ist, dass die Aktienmärkte an Schwung verloren haben und vor allem die Börsen sehr schnell immer wieder konsolidierungen. Die ist ein typisches Umfeld einer Aufschwungsphase der Edelmetallmärkte. Setzt sich nun diese Entwicklung der Vergangenheit fort und überträgt sich in die Zukunft, so ergeben sich für Edelmetalle immer noch hohe Wertsteigerungen auf eine Sicht von 10 Jahren.

Es sind nicht unbedingt schnelle Gewinne, die gemacht werden können, aber noch scheinen die Kurse vergleichsweise rentabel zu sein. Der langfristige eindeutige Aufwärtstrend ist jedoch nicht mehr vorhanden, so daß es auch hier zu Schwankungen kommen kann, die sich dann auch negativ auf die Rendite auswirken können.

Man kann sich am einfachsten Goldmünzen kaufen, die es auch schon in kleinen Größen gibt und die daher erschwinglich sind. Erwähnt seien hier vor allem die bekannten Goldmünzen wie der Krüger Rand aus Südarfrka, die wohl bekannteste Kursmünze überhaupt, der Maple Leaf aus Kanada oder auch der Philharmoniker aus unserem Nachbarland Österreich. Diese Kursmünzen liegen bei 1 Unze recht nahe am Goldpreis (es gibt immer einen kleinen Aufschlag für Münzprägungen, bei Gold jedoch keine Mehrwertsteuer) und es gibt auch kleinere Ausgaben. So kann man Kursmünzen auch schon als 1/10 erwerben (teilweise als 1/20). Der Preis ist aber deutlich höher (aufs Gramm gesehen), da die Zuschläge für die Münzprägung bei jeder Münze fast gleich sind. Es empfiehlt sich, einen Vorrat an Edelmetall langsam aufzubauen, um auch eventuelle Schwankungen auszugleichen (die auch mal nach unten ausfallen können).
Wer sich mit Aktien auskennt, der kann auch auf Fonds stetzen, die entweder den Goldindex nachbilden, oder auf ausgewählte Gold- bzw Edelmetall-Unternehmen setzen. Dies ist aber nicht genau das Gleiche, wie in tatsächliches Gold zu investieren, da man Aktienbesitzer eines Unternehmens wird und auch bewertet wird, wie dieses geführt, wird, wieviele Schulden es hat usw.

Alternativ zu Gold kann man sich auch Silber als Münzen überlegen. Der Vorteil ist, dass Silber deutlich günstiger ist (Kosten für 1 Unze derzeit ca. 20 Euro, Aug. 2010), und in einer wirklichen Krise wäre es einfacher, mit Silber Dinge des täglichen Bedarfs zu erwerben, da sich Goldmünzen schwer teilen lassen. Die gängigen Kursmünzen, wie der Philharmoniker gibt es auch als Silbermünzen. Wer Münzen nicht als Anlage sieht, kann eine schöne Silbermünze durchaus auch mal als Geschenk empfehlen. Da kommt es dann auch nicht so auf den Tageskurs an.

Direkte Empfehlungen möchte ich nicht machen, da dies hier keine Anlageempfehlung sein soll, sondern eine Sensibilisierung von Alternativen zum Ziel hat. Es ist richtig, dass vor allem Gold in den letzeten Jahren deutlich gestiegen ist und es ist nicht wirklich absehbar, wie weit dieser Anstieg fortdauert, wie mit Edelmetallen spekuliert wird bzw wie stark ein möglicher Rückgang sein kann. Man bekommt keine Zinsen dafür und ist somit auf Kursgewinne angewiesen, hat aber etwas in der Hand. Sollte das Geld wirklich eines Tages nichts mehr wert sein oder zusammenbrechen, dann sind Edelmetalle, allen voran Gold und Silber, die erste Wahl und nehmen den Platz einer Währung ein.

Wer sicher sein möchte, dass er was zu Essen hat, wenn die Märkte zusammenbrechen, der sollte sich jedoch einen Garten zulegen und Gemüse anbauen. Dann hat er auch zu essen, wenn das Geld nichts mehr wert ist.

(Stand: August 2010) Werden Sie jetzt Partner von zanox!

Update: März 2011

Durch den starken Anstieg von Silber und Gold ist das Risiko eines Rückschlages nun deutlich größer geworden. Ich kann nicht vorhersagen, ob, wie oder wann dies passiert oder ob es nicht weiter nach oben geht. Ein weiterer Anstieg vor allem des Goldpreises ist auch davon abhängig, wie es mit den Krisen weiter geht. Wie hält sich die Währung Euro? Wie zahlen die Krisenländer Griechenland, Irland, aber auch Spanien, Portugal und Italien ihre Schulden zurück? Wie läuft die Konjunktur in den starken Ländern wie Frankreich und Deutschland? Es gibt dadurch noch Potential nach oben, aber bei größerem Rückschlagsrisiko. Mit Gold wird spekuliert, wie seit langem nicht mehr.

Update: September 2011

Der vorangegangene Artikel zeigt nun überdeutlich, wie stark in zwischen Edelmetalle gestiegen sind. Wer im August 2010 eine Unze Gold gekauft hat, konnte noch bei ca. 950 Eur zuschlagen. Der Stand im September zeigt zwar deutlichere Schwankungen, aber es müssen für eine Unze Gold inzwischen mindestens 1350 Euro hingelegt werden. Dieser Anstieg ist scho enorm und bei Silber noch ausgeprägter.
Auch die schon genannten Krisen haben sich nicht beruhigt und so wertet zu allem Übel auch noch der Euro ab, was einer zunehmenden Verteuerung gleichkommt. Die Inflation war im letzten Monat auf 2,4 Prozent gestiegen und verringert die Kaufkraft weiter.
Dies ist alles vereinfacht dargestellt und soll nur aufzeigen, dass man bis jetzt mit Gold Geld verdienen konnte.

Klar ist, dass wenn die Krise überstanden ist und eine vertrauensvolle Währung zur Verfügung steht, der Edelmetallkurs sehr stark zurückgehen wird. Nur wann dies sein wird, ist derzeit nicht abzusehen.

Update: Dezember 2011

Der Goldkurs ist nachwievor hoch, sogar mit steigender Tendenz. Solange die Märkte unsicher sind und die europäische Krise nicht gelöst ist, wird sich wohl auch der Edelmetallwert nicht deutlich senken.

Update: November 2012

Seit dem letzten Update ist es nun fast ein Jahr und der Goldkurs hat sich in einem auf und ab Trend leicht nach oben bewegt. Viele sagen, der Goldpreis sei hauptsächlich gestiegen, da immer mehr Geld gedruckt wird. Die EZB will unbegrenzt Anleihen von Krisenstaaten aufkaufen und auch die FED setzt weiter auf billiges Geld.
Es ist somit nicht verwunderlich, dass durch diese große Liquidität in sogenannten Sachwerten investiert wird. Das zeigen auch die immer weiter ansteigenden Hauspreise.
Auch die Griechenlandkrise ist noch aktuell und ein tatsächlicher Fortschritt nicht erkennbar.
Somit bleibt Gold weiter atraktiv.