Textversion
Sie sind hier: Startseite

BitDefender Antivirus 2010 - Family Edition

Kinder zählen zu den aktivsten Nutzern neuer Kommunikationstechniken. Das ist auch kein Wunder, da sie praktisch mit dieser neuen Form aufwachsen und so der Umgang natürlich ist. In vielen Familien versteht der Nachwuchs viel mehr von Computer, Internet, Handy und Co. als die Eltern. Die Vorteile dieses unbefangenen Umgangs liegen auf der Hand: Junge Menschen können mit elektronischer Unterstützung lernen, mit Freunden chatten, neue Bekannte finden, spielen, Musik hören und vieles mehr. Doch neben den positiven Aspekten gibt es auch eine ganze Reihe von Gefahren, die in der virtuellen Welt lauern. Auf den folgenden Seiten informieren wir Sie ausführlich über diese Risiken und stellen die Maßnahmen vor, mit denen Kinder geschützt werden können.

Problematik:

Beim Thema Kinderschutz und Kommunikationstechnik denken viele von uns zunächst an ungeeignete Inhalte im Internet.
Zu Recht, denn besonders Seiten mit brutalen, pornografischen oder rassistischen Inhalten stellen eine nicht zu unterschätzende Bedrohung dar. Aber auch als Online-Kontaktbörse kann das Internet sich von seiner manchmal gefährlichen Seite zeigen: Pädophile versuchen, Minderjährige zu persönlichen Treffen zu überreden, Dealer nutzen Chatrooms als Marktplatz und Selbstmordforen gefährden Jugendliche in labilen Stimmungslagen. Geschützt werden müssen Kinder vor der brutalen Gewaltdarstellung in vielen Computerspielen oder den hemmungslosen Praktiken mancher Werbestrategen, die ihre "Kunden von morgen" mit versteckten Botschaften umgarnen. Neben den Inhalten des Internets gibt es aber auch ernste technische Gefahren, etwa durch Viren und Würmer, die durch E-Mails oder über präparierte Internetseiten verbreitet werden.

Das beste Werkzeug zum Schutz von Kindern ist es, wenn sich ihre Eltern oder Betreuungspersonen der Verantwortung für die Medienerziehung bewusst sind, und über eine fundierte Gesprächsbasis zum Nachwuchs verfügen. Technische Maßnahmen wie etwa der Einsatz von Filterungswerkzeugen können vom smarten Nachwuchs schließlich sehr oft rasch außer Kraft gesetzt werden. Gefragt ist daher vor allem die Medienkompetenz der Betreuer, die den Kindern als Begleiter den sicheren Weg weisen und sie zum eigenverantwortlichen, kompetenten Umgang mit PC und Internet heranführen.

Gefahren und Maßnahmen:

Internetseiten mit ungeeigneten Inhalten
Die Gefahren:

Auf zahlreichen Internetseiten finden sich Darstellungen von Gewalt und Pornografie oder Texte mit rassistischen oder auf andere Weise aufhetzenden Inhalten.
Die Schutzmaßnahmen:

* Achten sie darauf, dass geeignete Startseiten wie etwa www.internet-abc.de , www.internauten.de , www.milkmoon.de oder www.helles-koepfchen.de für den Interneteinstieg Ihres Kindes eingerichtet sind. Eine gute Auflistung von kindergerechten Webseiten finden Sie auch unter www.seitenstark.de .
* Mit Hilfe von Jugendschutzprogrammen ("Filter") können Sie die Computernutzung Ihrer Kinder einschränken. Nähere Informationen darüber, was diese Werkzeuge leisten, erhalten Sie in den technischen Grundlagen.
* Klären Sie Ihr Kind darüber auf, welche Art von gefährlichen Inhalten (Gewalt, Pornografie, Rassismus…) es im Internet gibt. Die Kommission für Jugendmedienschutz hat einen Kriterienkatalog für derartige Inhalte veröffentlicht.
* Melden Sie bedenkliche Angebote den Beschwerdestellen von jugendschutz.net und dem Verband zur Freiwilligen Selbstkontrolle eco/FSM. Diese Einrichtungen können geeignete Schritte gegen die Seitenbetreiber ergreifen.

Internetchats als Kontaktbörse

Die Gefahren:

Chatrooms können dazu missbraucht werden, sexuelle Kontakte zu Minderjährigen aufzubauen oder Drogen zu verkaufen. Daneben gibt es aber auch Foren, in denen beispielsweise rassistische Aktionen vorbereitet oder die möglichen Arten der Durchführung eines Selbstmords diskutiert werden.
Die Schutzmaßnahmen:

* Reden Sie mit Ihrem Kind darüber, welche Gefahren in Chatrooms existieren. (Eine Broschüre mit Tipps für Kinder und Jugendliche rund um das Thema Chatten finden Sie unter http://www.dlz-kids.de/tipps.html .)
* Fragen Sie Ihr Kind, ob Sie diesen Chatroom auch einmal gemeinsam besuchen können oder machen Sie sich bei einem eigenen Besuch Ihr Bild.
* Machen Sie Ihr Kind eindringlich darauf aufmerksam, dass es keinesfalls persönliche Daten im Chatroom bekannt geben soll (wie etwa Namen, Adresse oder Telefonnummer), ohne Sie vorher zu fragen.
* Melden Sie bedenkliche Chatrooms den Beschwerdestellen von jugendschutz.net und eco/FSM .

Ungeeignete Computerspiele
Die Gefahren:

Spiele mit gewalttätigem, pornografischem, rassistischem oder in sonstiger Weise bedenklichen Inhalten sind leider weit verbreitet. Besonders gefährlich sind die so genannten Ego-Shooter , in denen der Spieler in eine menschliche oder zumindest einem Menschen ähnliche Figur schlüpft und aus deren Perspektive brutale Aktionen (wie etwa Schussgefechte) erlebt und gestaltet.
Die Schutzmaßnahmen:

* Bewahren Sie den Überblick, wofür Ihr Kind sein Taschengeld ausgibt.
* Informieren Sie sich – etwa auf den Internetseiten der Hersteller - über die von Ihrem Kind gespielten Games.
* Zeigen Sie sich im Gespräch mit Ihrem Kind interessiert am Spielverlauf.
* Achten Sie darauf, dass Ihr Kind nicht zu viel Zeit mit Computerspielen verbringt. Allgemeingültige Richtlinien dafür, wie viel Zeit als angemessen einzustufen wäre, gibt es leider nicht – hier ist Ihre individuelle Einschätzung gefragt.
* Die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien gibt Eltern und Betreuungspersonen auf ihrer Internetseite praktische Verhaltenstipps zum Thema "Gewalt und Medien". Eine Vielzahl an Hinweisen dazu finden Sie auch auf der Seite www.schau-hin.info .

Spam
Die Gefahren:

Massenweise versandte E-Mail-Nachrichten enthalten oft auch für Kinder ungeeignete Botschaften. Auf Spam-Nachrichten sollte nicht geantwortet werden, da jede Reaktion die Mail-Adresse für den Versender wertvoller macht – denn er kann dann sicher sein, dass seine Nachricht angekommen ist. Eine auf diese Art "geprüfte" Adresse kann dann weiterverkauft werden und man erhält noch mehr Spam-Mails.
Die Schutzmaßnahmen:

* Sprechen Sie mit Ihrem Kind über die Sicherheitsmaßnahmen gegen Spam, die Sie hier finden bzw. installieren Sie Filterprogramme.

Computerschädlinge
Die Gefahren:

Durch das Öffnen infizierter E-Mails oder anderer elektronischer Nachrichten, aber auch alleine durch den Besuch von Webseiten können Computer mit bösartigen Programmen wie Viren , Würmern oder Trojanischen Pferden infiziert werden.
Die Schutzmaßnahmen:

* Erklären Sie Ihrem Kind, was Computerschädlinge sind. Hier finden Sie nähere Informationen zu diesem Thema.
* Stellen Sie sicher, dass auf dem Computer ein Virenschutzprogramm und eine Firewall installiert und aktiviert sind, bevor eine Verbindung zum Internet hergestellt wird und aktualisieren Sie diese regelmäßig.
* Installieren Sie regelmäßig die vom Hersteller der von Ihnen eingesetzten Software wie Betriebssystem oder Internet-Browser bereitgestellten Sicherheits-Updates. Näheres dazu erfahren Sie auf den Internetseiten der Hersteller und hier bei uns im Kapitel "Schützen – aber wie?.

Verbreitung ungeeigneter Inhalte über Bluetooth
Die Gefahren:

Die drahtlose Übermittlung von Daten zwischen Mobiltelefonen über Bluetooth birgt nicht nur die Gefahr von unbefugten Zugriffen oder der Infektion mit Viren oder Würmern. Sie werden auch etwa dazu genutzt, um brutale Videosequenzen, etwa auf dem Schulhof, zwischen Handys zu übertragen.
Die Schutzmaßnahmen:

* Klären Sie Ihr Kind über die Gefahren auf!
* Achten Sie darauf, dass Ihr Kind Bluetooth grundsätzlich abschaltet und nur dann aktiviert, wenn es wirklich benötigt wird. Die nötigen Schritte zur Deaktivierung variieren je nach Hersteller, informieren Sie sich dazu in der Betriebsanleitung oder auf den betreffenden Firmen-Webseiten.
* Fragen Sie Ihr Kind von Zeit und Zeit, ob es Nachrichten mit beunruhigenden Fotos oder Videos auf seinem Handy erhalten hat.
* Informieren Sie die Polizeibehörden , wenn Sie auf einem Handy Gewaltdarstellungen wie etwa Snuff-Videos
* Beachten Sie die hier angeführten Sicherheitstipps für Handynutzer.

Teure Downloads über Internet oder Handy
Die Gefahren:

Beim Herunterladen beispielsweise von Handy-Klingeltönen oder Musikdateien können überraschend hohe Kosten entstehen.
Die Schutzmaßnahmen:

* Machen Sie Ihr Kind darauf aufmerksam, dass durch Downloads auch hohe Kosten entstehen können. Bieten Sie an, vorab gemeinsam die Kosten von konkreten Downloads zu prüfen.
* Kontrollieren Sie Ihre Telefonrechnung auf unerklärliche oder überhöhte Posten.
* Wertkartenhandys anstelle von Vertragshandys beschränken das Budget automatisch.
* Weiterführende praktische Informationen finden Sie hier.

Kostenfallen Dialer und Handy -Payment
Die Gefahren:

Der Einsatz von Dialerprogrammen wurde in Deutschland Mitte 2005 gesetzlich streng reglementiert. Die Anbieter dubioser Internetservices bieten seither verstärkt die Möglichkeit an, über Handy-SMS-Nachrichten zu bezahlen – allerdings oft zu überteuerten Tarifen. Weitere Informationen zu Kostenfallen.
Die Schutzmaßnahmen:

* Machen Sie Ihrem Kind klar, dass es nicht "OK" EINGEBEN statt KLICKEN soll, wenn eine Box erscheint, die zum Herstellen einer neuen Internetverbindung auffordert ("Dialermaske").
* Vereinbaren Sie mit Ihrem Kind, dass es zuerst mit Ihnen spricht, bevor es per SMS einen Code für die Freigabe einer Webseite bestellt.
* Auf der Internetseite Dialerschutz.de können Sie sich über aktuelle Entwicklungen rund um Dialer informieren.

Marketing
Die Gefahren:

Unseriöse Werbefirmen versuchen Kinder – denen der Begriff "Werbung" noch fremd ist – durch verschleierte Botschaften zu beeinflussen.
Die Schutzmaßnahmen:

* Klären Sie Ihr Kind darüber auf, dass nicht alles, was es im Internet liest, der Wahrheit entspricht. Hier zwei praktische Beispiele:
o Viele Lebensmittel, die als "besonders gesund" angepriesen werden, sind in Wirklichkeit nicht besser oder sogar schädlicher als andere;
o Oft stimmt es nicht, dass – wie in Werbetexten behauptet – "alle ein bestimmtes Produkt haben wollen" oder sogar "schon gekauft haben".
* Erklären Sie Ihrem Kind, was "Werbung" bedeutet.
Anschauliche Beispiele dazu finden Sie auf den Online-Seiten des FEZ-Kindermuseums Berlin .

Fehlendes Unrechtbewusstsein
Die Gefahren:

Viele gefährliche Viren und Würmer wurden von Jugendlichen programmiert, die sich der Konsequenzen wie Millionenschäden oder Strafverfolgung nicht bewusst waren. Auch das Hacken und Ausspionieren fremder Systeme oder das War-Driving .
Die Schutzmaßnahmen:

Klären Sie Ihr Kind darüber auf,


* dass das Internet kein rechtsfreier Raum ist und sein darf;
* dass Film- und Musiktauschbörsen illegale Inhalte enthalten können;
* dass man unter bestimmten Umständen Kopien von Musik oder Filmen anfertigen und mit Freunden tauschen kann – das Umgehen von Kopierschutzmaßnahmen aber verboten ist;
* dass es im Internet auch legale Quellen für solche Downloads gibt, wie etwa www.mp3.de , www.tonspion.de oder der Apple-Shop
* und sprechen Sie mit ihm über die möglichen Schäden und die rechtlichen Konsequenzen solch illegaler Aktivitäten. Das Urheberrecht schützt die Urheber mehr als die Benutzer, aber deswegen muss man sich trotzdem an die Regeln halten.